Building Information Modeling (BIM) wird endlich in die Praxis umgesetzt! BIM beschreibt eine Methodik, bei der ein digitaler Zwilling eines Bauwerkes zur Optimierung der Prozesse genutzt wird. Aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit der für die Planung zuständigen Actemium Schweiz AG und der ETAVIS Kriegel+Schaffner AG, welche die Planung umgesetzt hat, konnte eine BIM-Anwendung erfolgreich umgesetzt werden.

BIM 2 (1)

Genial digital

Im Rahmen eines Bauprojekts wurden, mit Hilfe eines Lasers, Bohrlöcher für die Montage von Trassen und Elektroapparaturen markiert. Dies ist möglich, weil im digitalen Modell Field Points modelliert und anschliessend mit einem Laser an Decke und Wand projiziert werden. Die Field-Point-Modellierung ist eine Methode, um noch präziser arbeiten zu können. Zudem wird der Arbeitsaufwand vereinfacht und beschleunigt. Bei der Planung werden die Bohrlöcher digital modelliert. Dabei können die vorhandenen Symbolbibliotheken mit Field Points ergänzt werden, und finden so automatisch im kompletten digitalen Modell Anwendung. Für eine korrekte Platzierung des Lasers müssen vorab drei Raumpunkte definiert werden. Für eine perfekte Orientierung erhält jeder einzelne Field Point eine eigene Kennzeichnung.

Lasergestützte-Bohrlöcher

Die Umsetzung

Die Datensätze werden beispielsweise auf einem Tablet eingelesen. Ein Stativ mit einem Lasergerät wird im Raum platziert, sodass die drei Raumpunkte eingemessen werden können. Die Raumpunkte werden mit dem Laserstrahl von Hand fixiert und auf dem Tablet bestätigt. Der Laser kann seine Position mit dem digitalen Modell abgleichen und so jeden einzelnen Field Point markieren.

Mensch und Technologie

Das BIM-Modell zeigt, dass sich Mensch und Maschine ergänzen und welche Bereicherung diese für unser Unternehmen darstellt. Anfängliche Schwierigkeiten konnten mit Optimierungsmassnahmen überwunden werden. Es stellt beispielsweise eine Herausforderung dar, wenn es zu Abweichungen zwischen Modell und Rohbau kommt beziehungsweise die Wand noch nicht vorhanden ist. Sobald der Laser korrekt platziert ist, können die Löcher problemlos angezeichnet werden. Aussergewöhnliche Spitzenwerte von 150 Bohrlöcher in einer Stunde zeigen, wie gut sich die neue Methode bewährt. Und je öfter die neue Technik angewandt wird, desto leistungseffizienter kann gearbeitet werden.

 

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