Welche Herausforderungen ergeben sich für die Berufsbildung in einer internationalen Firmenumgebung? Diese Frage stellten sich Bildungsfachleute, Lernende und namhafte Referentinnen und Referenten während des diesjährigen focusMEM-Kongresses in Basel. Die Veranstaltung, die unter anderem im Auditorium der ETAVIS Kriegel+Schaffner AG stattfand, wird jährlich von dem Berufsbildungsverein der Schweizerischen Maschinen-, Metall-, Elektro- und Elektronikindustrie organisiert.

Internationalität und Akademisierung

Ein Kernpunkt der Referate und Diskussionen bildete die Frage danach, ob und wie die Internationalität vieler Firmen die Berufsbildung in der Schweiz beeinflusst. Auch die zunehmende Akademisierung drängt zu einer internationalen Profilierung der Berufsabschlüsse. Entscheidungsträger in leitenden Funktionen, besonders im angelsächsischen Raum, sollen in Zukunft vermehrt über Abschlüsse wie das EFZ aufgeklärt werden, sodass letztere neben «internationalen Titeln» wie z.B. dem Bachelor entsprechende Anerkennung finden.

Digitalisierung und Diversität

Auch die fortschreitende Digitalisierung verändert die Branche. Daher gilt es, auf die Entwicklungen entsprechend einzugehen. Konflikte, die besonders in diesem Zusammenhang durch die Diversität der betroffenen Generationen auftreten können, müssen entsprechend wahrgenommen und gemeinsam nach Lösungen gesucht werden. Neben all den Unterschieden darf aber nicht vergessen werden, wie viel auch verbindet: Sport ist hier ein gutes Beispiel. Das Konzept einer möglichen Kombination von Schule bzw. Berufslehre und Sport ist nicht neu und findet viele Befürworter. Auch die ETAVIS Kriegel+Schaffner AG hat sich schon ausführlich mit dieser Thematik beschäftigt und bietet so die Möglichkeit auf eine Sportlerlehre.

focusMEM 2018

Rege Beteiligung bei der Podiumsdiskussion

Besonders spannende Gespräche entstanden während der Podiumsdiskussion. Hier kamen die Lernenden selbst zu Wort und erzählten von ihren Erlebnissen und Eindrücken aus dem Lehrlingsalltag. Sie lieferten dem anwesenden Fachpersonal zahllose hilfreiche Hinweise und wertvollen Input. Die Berichte unterstrichen noch einmal, wie wichtig es ist, die unterschiedlichen Hintergründe der Lernenden – sei es Alter, Schulbildung oder Herkunft – unter dem Schlagwort der Diversität in allen Angelegenheiten der Berufsbildung zu beachten.

Fazit und Zukunftsaussicht

Trotz all den diskutierten Herausforderungen, Problemen und offenen Fragen war das Fazit des Kongresses ein durchaus positives. Die anschaulichen Beispiele von gelungener Integration und innovativen Ansätzen bestätigen letztendlich, dass auf die Berufsbildung in der Schweiz in Zukunft noch viele spannende und positive Entwicklungen warten.

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