«Schon von Weitem ist das Gymnasium Münchenstein zu sehen, dessen Turm die Baumwipfel im Ehingerpark überragt. Seit seiner Entstehung ist das Gymnasium eine Stilikone und ein Denkmal geworden», schrieb Esther Füller, Lehrerin für Deutsch am Gymnasium Münchenstein im Jahresbericht 18/19 über ihre Schule. Eben dieses Gebäude war allerdings sehr in die Jahre gekommen: Es folgte eine umfassende Sanierung, welches sich zu einem 13-jährigen Gemeinschaftsprojekt der ETAVIS Kriegel+Co. und der Actemium Schweiz AG entwickelte.

Gymnasium Münchenstein ETAVIS Blog

2010 bis 2014: In 5 Etappen zum gemeinsamen Ziel

Das Mammutprojekt begann bereits 2007 mit einem Architekturwettbewerb. Während der darauffolgenden Projektierungsphasen wurde aus einer Fassadensanierung ein Projekt mit mehreren Teilprojekten: Um den laufenden Schulbetrieb im Gymnasium Münchenstein nicht zu beeinträchtigen, wurde die Sanierung auf viele Etappen aufgesplittet. Die ersten fünf Etappen wurden jeweils über die Sommerferien zwischen den Jahren 2010 und 2014 durch ETAVIS Kriegel+Co. realisiert. Sie umfassten die denkmalgeschützte Villa Ehinger, die Garderoben der Sporthalle, die Aufstockung des provisorischen Holzbaus (Pavillon) und die Sanierungen des Haupt- und Neuerstellung des Nebentreppenhauses im Hauptgebäude. Diese betrafen die Änderung der Laufrichtung der Haupttreppe und den Umbau der westlichen WC-Anlagen zu einem Treppenturm – dadurch wurde eine Verbesserung der Fluchtwegsituation erreicht.

„Der Lohn für die unermüdlichen Arbeitsstunden und unermüdlichen Anstrengungen zeigt sich erst, wenn die Planung am Bauobjekt umgesetzt wird. Während der Realisierung rücken oft Zweifel und Frust in den Vordergrund. Umso wichtiger ist es, gut Handwerkende motivieren zu können, welche die architektonischen Ideen erst zum Leben erwecken.“
Philippe Kohli, Leiter der Business Unit Gebäudetechnik der Actemium Schweiz AG
 

2016 startete die heikelste Etappe für ETAVIS

In den Sommerferien 2016 startete die heikelste und schwierigste Etappe: Der Kern um das Haupttreppenhaus sollte erdbebensicher werden. Dazu musste die Haustechniksteigzone komplett ausgebaut, der Beton bis auf die Armierung abgetragen und mit zusätzlicher Armierung und Stahlträgern verstärkt werden. Für die ETAVIS bestand die grösste Herausforderung darin, die leergeräumte Steigzone im Bereich des Sockeltraktes zwischen dem 3. UG und dem 3. OG funktionstüchtig einzubauen. Diese enthielt die Elektroverteilungen des östlichen Flügels. Das bedeutete, dass sämtliche zuvor zurückgebauten Kabel wieder angeschlossen und gemessen werden mussten. Danach blieben lediglich 1.5 Wochen der Sommerferien für den Einbau von Elektro, Heizung, Sanitär und Lüftung mit Prüfung und Abnahme. Dieser straffe Zeitplan konnte dank Wochenendeinsatz und langen Arbeitstagen erfolgreich eingehalten werden.

2017-2018: Schlag auf Schlag ging es weiter

Mit dem Schulstart begannen anschliessend auch die Sanierungsarbeiten im Hochtrakt (4.-7. OG). Dort wurden ein Jahr lang die Fachschaften für die naturwissenschaftlichen Fächer und der obere Teil der Fassade erneuert. Darauf folgte sofort die Sanierung der Aula bis Januar 2018 und ein projektunabhängiger Zusatzauftrag für die ETAVIS: Die Erschliessung der umliegenden Gebäude (Villa, Pavillon und Sporthalle) mit Brandmeldern, Evakuationslautsprechern und Notleuchten ab dem Hauptgebäude.

2019: Start in die letzte grosse Etappe

Mit dem Herbst begann auch das Finale dieses Mammutprojekts: Die Sanierung des Sockeltraktes. Eine besondere Herausforderung hierbei war die Sanierung der Eingangshalle, während das Gymnasium Münchenstein weiterhin sicher über den Haupteingang zugänglich sein musste – denn diese letzten Arbeiten fanden im laufenden Schulbetrieb statt. Mit über 400 Kernbohrungen wurden neue Leitungen über den Boden in das darunterliegende Geschoss zu den Unterputz-Deckeninstallationen geführt. Diese letzte Etappe wurde im Sommer 2020, pünktlich zum Schuljahrbeginn im August, abgeschlossen.

«Der lange Atem wird sich lohnen. Jede Schule weiss mit Flexibilität umzugehen, doch die Auswirkungen der mehrjährigen Bautätigkeit übertrafen die üblichen Unwägbarkeiten des Schulalltags bei Weitem. Bauarbeiten in dieser Dimension sind nicht ohne massive  Einschränkungen zu haben und auf allen Seiten waren verschiedenste Hindernisse zu bewältigen.» 
Esther Füller, Lehrerin für Deutsch am Gymnasium Münchenstein, Jahresbericht 18/19

Wir bedanken uns von Herzen für das entgegengebrachte Vertrauen, den Einsatz aller beteiligten Mitarbeitenden, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserem Schwesterunternehmen, der Actemium Schweiz AG, sowie  nicht zuletzt für die Geduld, das Vertrauen und die Umsicht der Schüler- und Lehrerschaft des Gymnasiums Münchenstein.

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